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28. November 2019

Hilfe ich bin getriggert! Was kann ich tun? - Ein guter Umgang mit Triggern

Trigger sind doof. Zu mindestens fühlen sie sich meisten so an. Sie können in Form von Wut oder Angst, Schmerz oder Hilflosigkeit, emotionales Abkapseln oder Trauer und vielem mehr auftauchen. Es sind Emotionen, die stark sind. Es sind Emotionen, die große Kraft haben. Und die dich beeinflussen wollen, weil das innere System sagt: „Hey, hier stimmt etwas nicht, mach eine Kursänderung!“

Häufig bestimmen Trigger deswegen Bereiche in unserem Leben. Unsere Beziehungen können z.B., wenn Trigger hochkommen, schnell zu einem Minenfeld werden. Und wenn wir ernsthaft an uns selbst arbeiten, sind wir noch geneigter auf solche Trigger zu stoßen, da wir im Prozess sind alte Wunden zu heilen. Aber woher kommen diese Trigger überhaupt?

Ihr Ursprung

Trigger kommen von Anteilen, die ihre Interpretation der Situation über das was gerade passiert legen, und so eine alte Erfahrung wiedererleben. Beispielweise wurde ich einmal von einem Hund gebissen und nun habe ich vor allen Hunden Angst. Trigger mit Hunden sind für die meisten Menschen zwar kein großes Problem, hingegen sind Angst vor Intimität oder übermäßige Wut oder Traurigkeit usw. weit verbreitet. Wie also damit umgehen?

Was tun?

Erst einmal ist wichtig, nicht in die Realität der Trigger hineingezogen zu werden. Keine einfache Aufgabe, fühlt es sich doch manchmal so an, als hätten sie die Stärke eines schwarzen Lochs. Erinnere dich nur einmal daran, wie es war als du das letzte Mal richtend wütend oder traurig warst.

Hier sind 5 Schritte um mit Triggern umzugehen. Diese Schritte können in ihrer Reihenfolge angewandt werden, aber sei experimentierfreudig und teste, was für dich funktioniert. Jeder Trigger ist anders und so können unterschiedliche Wege zum Ziel führen.

Ich und meine Anteile

Der erste Schritt, nicht in ihre Welt gezogen zu werden ist, eine Unterscheidung zwischen mir und dem Trigger zu machen. Alleine dieser Perspektivenwechsel, macht einen ersten Unterschied. Ich kann sagen: „Ich bin so wütend!“ oder „Ein Anteil in mir ist wütend!“ Ich bin nicht der Anteil und auch wenn es anfangs schwer ist, eröffnet sich mir damit die Möglichkeit für mehr Handlungsspielraum.

Fühlen, aber nicht agieren

Ein zweiter Schritt ist, fühlen zu lernen. Bei heftigen Triggern ist der Impuls meistens, etwas damit zu tun um ihn schwächer werden zu lassen. Das kann sein, ihn an einer anderen Person auszulassen, mehrere Pizzen zu essen, mich selbst fertig zu machen, zum Alkohol zu greifen und vieles mehr.

Allerdings überdeckt das die Wunden nur und betäubt sie. Wenn ich die Emotion stattdessen einfach fühle, da sein lassen kann und sie nicht nach innen oder außen entlade, schafft das ein anderes Verhältnis. Ich lerne, nicht nach ihr zu handeln und sie gleichzeitig nicht zu unterdrücken. Wichtig ist dabei, nicht in die Geschichten darüber gezogen zu werden, sondern wirklich bei dem zu verbleiben, was ich im Körper spüre. Das kann sehr anstrengend sein, deswegen sollte man es nicht über längere Zeiträume tun.

Hallo, wer ist da?

Wollen wir weniger von unseren Triggern bestimmt werden, ist ein guter Weg, die getriggerten Anteile zu entlasten. Das ist eine Arbeit, die am besten mit einer Person, die sich auskennt oder in einem Workshop unternommen wird.

Es geht darum, mit den unterschiedlichen Anteilen Kontakt aufzunehmen und ihre Geschichten abzuändern, sodass sie nicht immer ihre alten Wunden neu erleben müssen. Dabei ist Fingerspitzengefühl verlangt, da sich viele Anteile ansonsten nicht zeigen.

Die Geschichte loslassen

Habe ich die Anteile entlasten, sind die Trigger geschwächt, aber nicht unbedingt vollständig aufgelöst. Kommen sie hoch, ist es gut, sie weiterhin wahrzunehmen, nicht nach ihnen zu handeln und nach der Geschichte zu suchen, an der ich festhalte, die sie hochkommen lässt.

Kommen sie hoch, gibt es eine bestimmte Interpretation, an der ich weiterhin festhalte. Schaffe ich diese zu erkennen und den Grund wahrzunehmen, warum ich daran festhalte, ermöglicht dies mir langsam die Geschichte loszulassen. Dies hilft vor allem für Trigger, die über einen längeren Zeitraum bleiben und nicht abklingen.

Üben, üben, üben

Der letzte Tipp ist: üben, üben, üben. Möchte ich nicht für den Rest meines Lebens in meinen Triggern gefangen sein, muss ich eine Alternative aufbauen. Dafür begebe ich mich in die Situation mit dem Trigger und übe, mich anders zu verhalten. Das fühlt sich anfangs enorm ungewohnt und komisch an und ich werde nicht sonderlich gut darin sein. Deswegen heißt es aber Übung.

Durch die Übung schreibe ich eine neue Geschichte und verstärke sie solange, bis sie die dominante Interpretation ist und lauter als meine eigenen historisch basierte Geschichte ist.

Emotionen sind gut!

Abschließend sei noch gesagt, dass wir bei GoneConscious kein Fan davon sind, Emotionen auszulöschen. Im Gegenteil! Was wir hier beschreiben sind Trigger, das bedeutet, Emotionen die übermäßig stark geworden sind und mir so Probleme im Leben bereiten oder nicht das geben, was ich möchte. Hinter dem Impuls sich von Emotionen abzukoppeln steht oft ein ganz eigner Trigger.

Diese ganze Arbeit ist oft sehr kompliziert, da es einfach ist, in seinen eigenen Geschichten zu verschwinden oder einen Raum zu haben, wirklich hin zu sehen und zu üben. Wenn du interessiert bist, in dieser Arbeit tiefer zu gehen, dann bietet dir GoneConscious diese Möglichkeit. Wir kennen uns mit den verschiedenen Schritten aus und schaffen einen sicheren Raum für dich, den du verwenden kannst um dein Leben auf neue Weise zu kreieren.

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