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12. Dezember 2019

Warum du nicht glücklich bist

Frägt man die Menschen, was sie im Leben erreichen wollen, erhält man unzählig unterschiedliche Antworten. Und trotz dieser oberflächlichen Vielfalt, haben sie fast alle eine Sache gemeinsam. Alle diese Wünsche und Ziele der Zukunft lassen sich auf eine einzige Hoffnung herunterbrechen. Die Hoffnung glücklicher zu werden.

Wenn ich den neuen tollen Job habe, kann ich endlich glücklicher sein.

Wenn ich mit Person X in einer Beziehung bin, kann ich endlich glücklicher sein.

Wenn ich das neue Auto habe, kann ich endlich glücklicher sein.

Wenn ich alle um mich herum beeindrucke, kann ich endlich glücklicher sein.

Wenn ich endlich reich bin, kann ich glücklicher sein.

Wenn ich in meiner Persönlichkeitsentwicklung vorangeschritten bin, kann ich endlich glücklicher sein.

Wenn ich endlich XY habe, kann ich glücklicher sein.

In welcher Form unsere Wünsche und Ziele auch auftreten – was wir uns versprechen ist, dass wir durch sie glücklicher werden. Warum auch sonst sollten wir ihnen folgen? Und so befinde wir uns andauernd auf der Flucht vor dem was ist, stetig auf dem Weg in die Zukunft. Nur noch das und nur noch dies und dann… dann kann ich endlich glücklicher sein. Wir verschieben unser Glück auf morgen und ersetzen es mit Sorgen, Wünschen und Hoffnungen.

Erfolg im Streben nach Glück?

Und? Funktioniert es? Bist du glücklich? Du hast dein ganzes Leben daran gearbeitet, glücklicher zu sein. All die Energie, all die Anstrengung, die du eingesetzt hast – von damals bis heute. Funktioniert es? Bist du es? Bist du glücklich?

Schaue in dein Leben. Überlege dir, was passiert ist, als du die Ziele erreicht hast, die so groß und wichtig für dich waren. Die Ziele, die du unbedingt erreichen wolltest. Die dich so stark getrieben haben. Haben sie dich glücklich gemacht? Bist du durch sie glücklich geworden?

Oder war es ein temporäres Glück? Ein Glück, was für den Moment hielt, doch auf lange Sicht wieder schwand? Ein Glück, das nicht beständig war, nur ein Augenblick, ein Atemzug im ewigen Streben? Schaue hin, schaue in dein Leben und wache auf.

Wenn du genau hinsiehst, merkst du es. Es funktioniert nicht. Das was du denkst, das dich glücklich macht, wird es nicht. Deine Vergangenheit kann es dir beweisen. Sicher, du kannst Spaß haben, ein auf und ab erleben. Du gewinnst vielleicht Sicherheit, Akzeptanz oder Bestätigung. Aber all das ist nicht Glücklich-sein.

Alles ist vergänglich.

Buddha

Die tiefere Funktion des Glücks

Das Ganze hat System. Nicht der Zufall hat bestimmt, dass du nicht glücklich bist. Es gibt nichts, was mit dir nicht stimmt, sodass du nicht glücklich bist. Nichts ist verkehrt oder falsch.

Glücklich-sein und Unglücklich-sein haben eine Funktion. Sie erzeugen ein Streben in uns. Wir wollen Unglücklich-sein verhindern und Glücklich-sein erzeugen. Mit diesem Streben kommt Bewegung. Wir bewegen uns in eine bestimmte Richtung.

Hinter diesem Streben steht nicht mehr als das eigene Überleben. Um zu überleben, muss ich Dinge erreichen. Früher war es Futter, heute sind es unsere unzähligen Wünsche und Ziele. Die größte Waffe in diesem Spiel ist eine Spirale aus Glück und Unglück, die mich motiviert nach diesen Dingen zu streben.

Leider sind wir damit nicht mehr als ein Hamster auf einem Hamsterrad, der stetig nach einem Stücken Käse strebt, es aber nie erreichen wird. Wir streben stetig nach Glück, werden es aber nie dauerhaft erreichen, denn das wäre das Ende unseres Strebens.

Oder ist das so?

Für wen tun wir das?

Denn die Frage, die sich stellt ist - für wen arbeiten wir da eigentlich so hart? Für uns?

Ja und nein. Die Zeiten, wo es nur um Futter ging, sind vorbei. Wir leben heutzutage in einer sehr viel komplizierteren Welt. Wir leben in sozialen und kulturellen Strukturen mit großer Vielfalt. So viel hat sich geändert, nur das alte Streben ist gleich geblieben.

Mit diesen Strukturen haben auch wir uns verändert. Wir identifizieren uns als Person mit bestimmten Eigenschaften. Von klein auf haben wir gesagt bekommen, wie wir zu sein haben und was richtig und falsch ist. Daraus ist ein riesiger Berg an Identifikationen entstanden und alles will überleben. All das schafft Wünsche und Verlangen in uns, die uns versprechen glücklich zu sein. Wir hatten keine andere Wahl, als all das anzunehmen, als wir klein waren.

Ein Überdenken unserer Ziele

Wenn wir nun sehen, dass uns diese Ziele nicht glücklich machen werden, stellt sich die Frage: Brauchen wir diese Ziele wirklich?

Nicht, dass wir all unsere Ziele über Bord werfen sollen. Das Leben besteht aus Streben, Erreichen, auf und ab. Es ist ein Abenteuer, dem wir uns nicht verweigern sollten, ansonsten verpassen wir so vieles.

Aber wenn uns unsere Ziele nicht mehr glücklich machen müssen, wenn diese Last von ihnen abfällt, dann haben wir einen klareren Blick dafür, was sich wirklich in unserem Leben lohnt.

Andere zu beeindrucken oder das neuste Smartphone zu haben? Das Leben unserer Eltern leben? Unserer Freunde? Was die Gesellschaft von uns will? Unser Leben nach dem Außen strukturieren? Ständig beweisen zu müssen, dass ich der bin, der ich glaube zu sein? Oder der, der andere glauben, dass ich bin? Warum sollten wir das tun, wenn es uns nicht glücklich macht?

Warum stattdessen nicht auf das hören, was für uns authentischer ist. Das was wir wirklich erleben wollen? Es wird mir nicht Glück bringen. Und das muss es auch nicht. Aber es kann mir Erfüllung bringen. Leidenschaft. Zufriedenheit. Und dafür lohnt es sich zu leben.

Wirklich glücklich sein

Aber was ist nun mit glücklich sein? Kann man überhaupt glücklich sein?

Ja. Du kannst es. Das Geheimnis ist: sei glücklich. Nicht mehr und nicht weniger.

Wir haben uns daran gewohnt, unser Glück im Außen festzumachen. Diese Gewohnheit zu durchbrechen wird ein bisschen Zeit in Anspruch nehmen. Hören wir auf unser Glück im Außen zu suchen, müssen wir es nicht mehr finden. Es ist bereits da. Neben dem oberflächlichen Glück, gibt es auch ein tieferes Glück, dass du in diesem Moment findest. Es kommt nicht und es geht nicht. Es ist einfach nur da.

Den besten Wegweiser, den ich dir geben kann, ist einfach nur präsent zu sein. Lasse wer du denkst, das du bist hinter dir. Lasse deine Gedanken hinter dir. Komme in diesen Augenblick – deine ursprüngliche Heimat. Lass los und sei glücklich.

Wenn du nun verwirrt bist, kann ich das verstehen. Wir wühlen uns hier durch ganz grundlegende Dynamiken, die bestimmen wie wir funktionieren. Sich neu zu orientieren ist nie einfach. Lasse es einfach auf dich wirken und ziehe es in Betracht. Vieles davon mag neu sein.

Die Botschaft hier ist, dass deine Ziele dich nicht glücklich machen werden. Wird dir das bewusst, eröffnet sich die Möglichkeit, sich neu auszurichten mit seinen Zielen und Glück im Moment zu finden.

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